Hallo Listi Fans, 

ich bin Chiko, ein 6 Jähriger Staffordshire Terrier und heute möchte ich euch meine Geschichte erzählen.

Fangen wir mal ganz von vorne an, nämlich wie ich in das Tierheim gekommen bin…

Mittlerweile bin ich ja schon ein Langzeitinsasse, weshalb das schon 1,5 Jahre her ist. Ich wurde vom Ordnungsamt eingezogen. Die mit meiner Rasse verbunenden Auflagen in NRW wurden nicht erfüllt.

Naja was soll ich sagen, ich bin leider nicht der Erste bei dem das so ist. Und genau das macht es mir vermutlich so schwer. Aber dazu später noch mehr.

Nachdem ich einen Zwinger im Hundehaus beziehen durfte, habe ich mich langsam an den Tierheimalltag und die regelmäßigen Abläufe gewohnt. Genauso gewöhnten sich die Mitarbeiter aber auch an mich und wir lernten uns gegenseitig kennen. Und desto mehr Zeit vergangen ist, desto größer wurde natürlich auch das Vertrauen ineinander.

Nach 6 Monaten wurde ich endlich zur Vermittlung freigegeben, das heißt ich durfte dann endlich auf die Suche nach einem neuen Zuhause gehen! Man was habe ich mich gefreut….
Doch bis heute suche ich es immer noch.

In meiner bisherigen Zeit im Tierheim habe ich viel dazu gelernt und mich „richtig gut gemacht“. Zum beispiel mochte ich es überhaupt nicht, wenn man mir beim Fressen zu nahe kam. Mittlerweile weiß ich, dass ich mir keine Sorgen machen muss, dass mir etwas weggenommen wird.
Und auch viele andere Dinge habe ich hier gelernt…

Deshalb ist es für Jenny umso unverständlicher, weshalb kaum eine Anfrage für mich kommt…

Ich bekomme hier immer lustige Kosenamen wie zum Beispiel Clown, Knautschbacke oder auch Pupsgesicht ?! Was auch immer das heißen soll…

Was ich euch aber eigentlich damit sagen will ist, dass ich ein total lieber Kerl bin und das nicht nur meine Meinung ist, sondern auch die der Anderen.

In diesem Jahr herrschte dann plötzlich Aufregung. Saskia hat sich bei mir und meinen Pflegerinnen vorgestellt und kurze Zeit später sollte ich meine sieben Sachen packen, um auf meine Pflegestelle zu ziehen. Meiner neuer Job dort: Bürohund. Leider hat sich herausgestellt, dass ich dafür nicht wirklich geeignet bin. Weshalb ich wieder meinen alten Zwinger beziehen musste.

Darüber hinaus hat sich aber auch gezeigt, dass man mich im Haus kaum bemerkt. Dann rolle ich mich einfach auf mein Kissen zusammen und träume vor mich hin… Nunja, das selbe mache ich nun wieder im Tierheim…

Dafür freue ich mich über die Gassi Runden mit meiner Stamm-Gängerin Sabine. Vor lauter Glück quietsche ich hin und wieder schonmal wenn es los geht. Auch bei Hundebegegnungen quitsche ich schonmal, aber das meine ich gar nicht böse. Mit anderen Hunden bin ich nämlich je nach Sympathie gut verträglich.

Unterwegs liebe ich es dann mich in der Wiese zu wälzen und genieße die volle Aufmerksamkeit.

Und dann Abends, kurz bevor Feierabend ist, mache ich mich immer bemerkbar und fordere noch ein kleines Leckerli oder ein paar Streicheleinheiten.

Wenn dann das Licht ausgeht, fallen meine Augen zu und ich träume wieder davon in einer Familie zu leben.

So ich denke ich habe euch nun genug von mir erzählt. Wer noch mehr wissen möchte, darf sich gerne bei Jenny oder den anderen hier im Tierheim melden.

Sie sagt nämlich immer, dass ich ein ganz besonderer Hund für sie bin, „Herzenshund“ oder so. Und dass sie mich gaaanz doll lieb hat und wenn sie könnte, würde sie mich mit nachhause nehmen.

Deshalb ist ihr größter Wunsch für das Jahr 2020, dass ich endlich den passenden Deckel finde und in das Hundeparadies komme.

Bitte beachtet, dass ich ein sogenannter Listenhund bin und eine Adoption mit einigen Auflagen verbunden ist.

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=0&menu=1&bes_id=5116&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=372688